Kurz gesagt: Ein Wärmedämmverbundsystem, kurz WDVS und früher oft Vollwärmeschutz genannt, ist eine bauaufsichtlich zugelassene Außendämmung aus fünf Schichten: Klebemörtel, Dämmplatte, Dübel, Armierungsmörtel mit eingebettetem Glasfasergewebe und Oberputz. Marktüblich liegen die Kosten 2026 bei etwa 120 bis 200 Euro pro Quadratmeter Wandfläche, zuzüglich Gerüst mit rund 5 bis 15 Euro.
Der Oberputz ist der Wetterschutz des gesamten Systems. Die Dämmplatte darunter interessiert sich nicht für Regen, der Putz schon. Er trägt die Farbe, nimmt Schlagregen auf und muss die Feuchtigkeit wieder abgeben. Wie schnell er das tut, entscheidet über Bewuchs und über die Standzeit der Beschichtung.
Bei vier Flussläufen zählt vor allem die Abtrocknung. Nebel hält sich länger, die Luftfeuchte liegt höher, und auf einer gedämmten Fassade fällt nachts zuverlässig Tau an. Silikonharzputz ist hier meist die richtige Wahl: wasserabweisend, atmungsaktiv und nach Regen schnell trocken. Günstige Kunstharzputze halten unter diesen Bedingungen am kürzesten.