Kurz gesagt: Eine Wärmedämmung bringt eine Dämmschicht auf oder in die Außenwand, damit weniger Heizwärme nach außen entweicht. Marktüblich liegen die Kosten 2026 je nach Verfahren zwischen etwa 20 und 350 Euro pro Quadratmeter Wandfläche. Ein komplettes Wärmedämmverbundsystem liegt bei rund 120 bis 200 Euro, bei einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wandfläche also bei etwa 18.000 bis 30.000 Euro.
Über ungedämmte Außenwände gehen je nach Baujahr etwa 20 bis 35 Prozent der Heizwärme verloren. An der Gesamtheizrechnung bleiben nach einer Dämmung typischerweise 15 bis 25 Prozent Ersparnis, weil Dach, Fenster, Keller und Lüftung weiterhin Wärme abgeben.
Der Punkt, an dem die meisten Förderungen scheitern: Das Gesetz und das Förderrecht verlangen unterschiedliche Werte. Das Gebäudemodernisierungsgesetz, das seit dem 29. Juli 2026 den Namen des früheren Gebäudeenergiegesetzes trägt, lässt für die Außenwand höchstens 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin zu. Die Bundesförderung verlangt dagegen höchstens 0,20. Wer exakt nach Gesetz dämmt, erfüllt seine Pflicht und bekommt trotzdem keinen Zuschuss.