Kurz gesagt: Über ungedämmte Außenwände gehen je nach Baujahr etwa 20 bis 35 Prozent der Heizwärme verloren. Eine Dämmung kostet 2026 marktüblich zwischen etwa 20 und 350 Euro pro Quadratmeter, abhängig vom Verfahren. Beim gängigen Wärmedämmverbundsystem sind es rund 120 bis 200 Euro zuzüglich Gerüst.
Ein Wärmedämmverbundsystem ist kein Schallschutz. Dämmplatte, Armierung und Putz bilden zusammen ein schwingungsfähiges System aus schwerer Schale, weicher Feder und leichter Vorsatzschicht. In bestimmten Frequenzbereichen kann das den Schalldämmwert der Wand verschlechtern statt verbessern. Bei leichten, harten Dämmplatten fällt der Effekt am deutlichsten aus.
Wo Lärm ein Thema ist, ändert das die Materialwahl. Mineralwolle ist weicher und schwerer als EPS und verhält sich akustisch günstiger. Der größte Hebel liegt allerdings ohnehin woanders: bei den Fenstern. Wer wegen Fluglärm oder B16 dämmt und danach dieselben alten Fenster hat, wird enttäuscht sein.