Kurz gesagt: Bei einer Fassadensanierung wird der Putz instand gesetzt oder erneuert, nicht nur die Farbe aufgefrischt. Für 2026 sind marktüblich rund 100 bis 170 Euro pro Quadratmeter anzusetzen, mit Wärmedämmverbundsystem etwa 150 bis 250 Euro. Das Gerüst kommt in beiden Fällen hinzu.
In Geisenfeld entscheidet die Lage zum Stadtkern. Das Quartett aus Marien-, Rathaus-, Kirch- und Stadtplatz mit Kloster, Stadtpfarrkirche und Altem Rathaus bildet ein historisch gewachsenes Ensemble. Bei geschützter Substanz sind Kunstharzputze und dichte Beschichtungen die falsche Antwort. Dort gehören mineralische, diffusionsoffene Systeme auf Kalkbasis hin.
Im Umland ist der organische Eintrag der Treiber. Hopfengärten, Felder und Wälder bringen Sporen, Pollen und Staub. Zusammen mit der Feuchtigkeit aus dem Ilmtal führt das zu Grün- und Algenbelägen, die nichts über den Zustand des Putzes aussagen. Erst der Blick auf Risse, Hohlstellen und Haftung zeigt, ob wirklich saniert werden muss.