Kurz gesagt: Bei einer Fassadensanierung wird der Putz instand gesetzt oder erneuert, nicht nur die Farbe aufgefrischt. Für 2026 sind marktüblich rund 100 bis 170 Euro pro Quadratmeter anzusetzen, mit Wärmedämmverbundsystem etwa 150 bis 250 Euro. Das Gerüst kommt in beiden Fällen hinzu.
In Schrobenhausen regelt eine Gestaltungssatzung die Fassade im Detail. Sie enthält ein eigenes Kapitel zu Proportionen, Gliederung, Sockel, Öffnungen, Oberfläche und Material sowie zur Farbgebung. Wer im Geltungsbereich saniert, kann Material und Farbe nicht frei wählen, sondern muss sich einfügen.
Im Gegenzug ist die Maßnahme dort steuerlich attraktiver. Für Gebäude in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet sieht das Einkommensteuerrecht erhöhte Absetzungen für Modernisierungs- und Instandsetzungsaufwand vor. Voraussetzung ist eine Bescheinigung der Gemeinde und eine vorherige Abstimmung, deshalb gehört dieser Schritt vor die Auftragsvergabe.