Kurz gesagt: Beim Wärmedämmverbundsystem wird die Dämmung außen auf die Bestandswand geklebt und gedübelt, darauf kommen Armierung und Oberputz. Der marktübliche Rahmen liegt 2026 bei etwa 120 bis 200 Euro je Quadratmeter Wandfläche, das Gerüst mit rund 5 bis 15 Euro kommt hinzu. Bei 150 Quadratmetern sind das etwa 18.000 bis 30.000 Euro.
Der Ensembleschutz besteht seit 1973, dazu gilt eine eigene Gestaltungssatzung. Sie umfasst den historischen Innenstadtbereich und die historischen Vorstädte. Ein Dämmsystem verschiebt die Fassadenebene um 14 bis 18 Zentimeter nach außen, verdeckt Gesimse und Faschen und verändert die Proportionen der Fensteröffnungen. Genau das soll dort verhindert werden.
Außerhalb ist die Lage eine andere. In den Wohngebieten und in Wintershof, Landershofen oder Wasserzell gelten weder Ensembleschutz noch Gestaltungssatzung. Dort ist ein Wärmedämmverbundsystem regelmäßig ohne Weiteres möglich, und die üblichen Fragen nach Dämmstoff, Gebäudehöhe und Oberputz stehen im Vordergrund.